Internationales Deutsches Turnfest Mai 2005 in Berlin - Pressebericht der Turnabteilung
In diesem Jahr nahmen Turnerinnen und Turner aus unserer Trampolingruppe wieder am Deutschen Turnfest teil. Mehr als 100.000 Teilnehmer aus aller Welt gestalteten das Turnfest zur größten Massensportveranstaltung der Welt.
Neben den Aktiven Miriam und Isabell Bauer, Nicole Barth, Saskia Polacek und Marc Grenz waren noch die Trainerin Annett Becker, Werner Fehl als Kampfrichter und als Betreuer Martina und Lothar Bauer dabei.
Los ging es am 14. am frühen Morgen. Zusammen mit unseren Leichtathleten und den Turnern aus Heusenstamm fuhren wir mit dem Bus nach Berlin. Früh genug waren wir unterwegs, um ohne größere Verkehrstörungen Berlin zu erreichen. Zum Glück, wie sich später herausstellte. Denn wir waren als erste in der uns zugeteilten Schule und konnten so noch Einfluss nehmen auf die Verteilung in die Klassenräume. Die Organisatoren hatten uns Weiskirchener auf sieben oder acht Klassenzimmer verteilen wollen. Wir konnten das ändern und waren schließlich auf drei Zimmer verteilt, dabei waren die Trampoliner zusammen in einem Raum.
Der Festzug zum Beginn des Turnfestes war leider verregnet und dauerte trotz organisatorischer Veränderungen gegenüber früheren Turnfesten wie immer viel zu lang. Werner als Fahnenträger und Egon Grimm, der ihn unterstützte, waren mit Festzug und Fahnenabgabe zur Ausstellung bis fast 22.00 Uhr beschäftigt. Auch für die Kinder war der Tag zu lang – vor allem bei dem schlechten Wetter. So ist dann niemand bis zur offiziellen Turnfesteröffnung am Brandenburger Tor geblieben.
Am Sonntag begannen dann schon die Wettkämpfe. Für unsere Kinder war an den ersten Tagen erst mal zuschauen angesagt. Am Sonntag starteten die deutschen Synchron-Meisterschaften und am Montag die Einzelmeisterschaften. Hier bekamen wir Weltklasse-Trampolin zu sehen und spannende Wettkämpfe. Unser ehemaliger Vereinskamerad Ivano Monaco erreichte im Synchronturnen den dritten Platz und im Einzelwettkampf den 9. Platz bei den Jugendturnern. Gute Platzierungen – und wir haben uns mit ihm gefreut. Außerdem gab es für unsere Sportler natürlich Gelegenheit Weltmeister zu sehen, ganz aus der Nähe. Gerne waren Henrik Stehlik und Michael Serth bereit, sich mit unseren Sportlern fotografieren zu lassen.
Der Dienstag wurde dann genutzt, um Abstand vom Trampolinturnen zu gewinnen, zumindest von den Kindern mit den Betreuern Martina und Lothar Bauer. Denn Annett und Werner hatten an diesem Tag ihren ersten Kampfrichter-Einsatz. Bei Annett folgte dann noch der Mittwoch und Werner war den Rest der Woche eingebunden. Shoppen, Sightseeing stand auf dem Plan und abends zusammen spielen und ausruhen, denn es folgte ein stressiger Tag.
Am Mittwoch war dann Großkampftag. Alle fünf Kinder traten zu Pokalwettkampf an, Miriam, Nicole und Marc auch noch zu den Wahlwettkämpfen. Für die Sportler war im Pokalwettkampf Premiere für neue Übungen, die bis kurz vor dem Turnfest noch eingeübt wurden. Demzufolge war die Aufregung natürlich groß und auch wegen des Rahmens. Mehrere Hundert Zuschauer bevölkerten die Tribünen, stetiges „Rein und Raus“ schaffte Unruhe und außerdem Teilnehmerfelder, die die Kinder nicht gewohnt waren. Trotzdem klappten die Übungen recht gut, insbesondere auch die neuen Übungsteile. Dies war vor allem auch in Hinblick auf die weitere Entwicklung wichtig für die Kinder. Die Platzierungen waren eher im hinteren Mittelfeld, aber das spielte für uns keine Rolle. In den Wahlwettkämpfen, die Annett, Isabell und Saskia am Donnerstag absolvierten, waren dann auch die Platzierungen in der jeweiligen Alterstufe wieder gut. Annett erreichte einen zweiten Platz, Marc den vierten, Isabell den sechsten, Saskia wurde zehnte, Nicole 15. und Miriam, die nur drei von vier Übungen absolvierte wurde 34.
Neben dem sportlichen Treiben waren unsere Teilnehmer aber auch bei den Feten sehr aktiv. Am Mittwoch nahmen wir an der Trampoliner-Fete teil und am Donnerstag an der TuJu-Party. Die Sportler und Betreuer haben sich dabei noch ordentlich auf der Tanzfläche ausgetobt.
Am Freitag war dann wieder Shopping und Sightseeing in der Stadt angesagt, ruhiger Ausklang nach einer anstrengenden Woche. Anstrengend auch deshalb, weil für alle das Schlafen auf hartem Fußboden mit Schlafsack und Matratze natürlich ungewohnt war, ganz abgesehen davon, dass natürlich auch in den Schulen gefeiert wird, oft bis mitten in die Nacht. Abschluss des Turnfestes war dann die Stadiongala im Olympiastadion, wo in berauschenden Vorführungen Breiten- und Spitzensport zusammengeführt wurden.
Dieses Miteinander macht das besondere Flair dieses Turnfestes aus. Zwischen den Wettkämpfen nutzten wir immer wieder die Gelegenheit, Vorführungen und Wettbewerbe in anderen Sportarten anzuschauen. Besonders haften geblieben ist der Wettbewerb um den Tuju-Oscar, in dem Gruppen von Jugendlichen vom Rope-Skipping über Akrobatik bis zum Tanz unterschiedlichste Beiträge präsentierten, die vor allem neben dem turnerischen Können von der Kreativität und der Freude lebten.
Als wir am Samstagmorgen den Bus zur Rückfahrt betraten war wohl den meisten klar: Beim nächsten Turnfest in Frankfurt sind wir wieder dabei.
Neben der Trampolin-Turnern war in diesem Jahr aus dem Bereich der Turnabteilung nur noch Frank Herold als Übungsleiter und Abteilungsleiter beim Deutschen Turnfest. Er nahm die Angebot e der Turnfest-Akademie war. Hier wurden in zahlreichen Workshops von Top-Referenten gute Hinweise zur Vereinsarbeit im Übungsbetrieb aber auch für die Führung der Turnabteilung gegeben. Die Turnfest-Akademie ist inzwischen mit 28000 belegten Plätzen die Weiterbildungsveranstaltung im Deutschen Turnerbund und die Teilnahme hat sich auf jeden Fall gelohnt. Durch die räumliche Nähe zu Frankfurt, wird die Sportvereinigung 2009 sicherlich noch mehr Weiterbildungsangebote wahrnehmen können.
Außer den Turnern waren beim Turnfest auch die Leichtathleten mit 12 Sportlern aktiv. Die Turnabteilung möchte es nicht versäumen, eine herzliche Gratulation an Linda-Müller zum Turnfest-Sieg zu sagen und der Leichtathletik-Abteilung für den schönen Gemeinschafts-Abend zu danken. Dank gilt auch allen Betreuern der Sportvereinigung für Ihr Engagement rund um die Uhr mit Jugendlichen eine Woche in Berlin zu verbringen und dazu teilweise eine Woche Urlaub zu nehmen.
Hier finden Sie eine Diashow mit ausgewählten Bildern vom Turnfest (Achtung! Nur auswählen, wenn Sie einen schnellen Internet-Zugang haben)